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Die Dermatologie gilt als eines der wirtschaftlich attraktivsten Fächer der Medizin. Angestellt stimmt das jedoch nur bedingt, denn dein Dermatologe Gehalt folgt in der Klinik demselben Tarifvertrag wie in jeder anderen Fachrichtung. Der Unterschied entsteht erst in der eigenen Praxis. Dieser Artikel zeigt dir die aktuellen Tarifwerte, den durchschnittlichen Reinertrag einer Hautarztpraxis und die Weiterbildungszeit bis zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Dermatologe Gehalt startet tariflich bei 5.609,85 Euro brutto im Monat (TV-Ärzte VKA, Entgeltgruppe Ä1, Stand 08/2025).
- Als Facharzt (Ä2) liegt der Einstieg bei 7.404,11 Euro, als Oberarzt (Ä3) bei 9.274,08 Euro brutto im Monat.
- Niedergelassen weist Destatis für Haut- und Geschlechtskrankheiten 335.000 Euro Reinertrag je Praxis aus (Erhebungsjahr 2023), im Median 235.000 Euro.
- Hautarztpraxen erzielten 2023 mit 52,3 Prozent den höchsten Privatanteil aller ärztlichen Fachgebiete.
- Die Weiterbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten dauert mindestens 60 Monate.
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Karrierekompass startenDermatologe Gehalt in der Klinik
In der Klinik verdienst du als Dermatologe zum Einstieg 5.609,85 Euro brutto im Monat. Das ist die Entgeltgruppe Ä1, Stufe 1, nach dem TV-Ärzte VKA mit Stand August 2025. Der Tarif unterscheidet nicht nach Fachrichtung.
Dermatologische Abteilungen sind an vielen Häusern kleiner als etwa die Chirurgie oder die Innere Medizin. Viele Weiterbildungsstellen liegen deshalb an Universitätskliniken und größeren Schwerpunktkrankenhäusern. Die folgende Tabelle zeigt die Einstiegs- und Endwerte der vier Entgeltgruppen an kommunalen Häusern.
TV-Ärzte VKA: Entgeltgruppen Ä1 bis Ä4 (Stand: 01.08.2025)
| Entgeltgruppe | Einstieg | Endstufe |
| Ä1 (Assistenzarzt/-ärztin) | 5.609,85 € | 7.211,07 € |
| Ä2 (Facharzt/-ärztin) | 7.404,11 € | 9.508,74 € |
| Ä3 (Oberarzt/-ärztin) | 9.274,08 € | 10.598,97 € |
| Ä4 (Ltd. Oberarzt/-ärztin) | 10.909,31 € | 11.689,17 € |
Quelle: Marburger Bund: Tarifverträge.
An Universitätskliniken gilt stattdessen der TV-Ärzte TdL. Dort startest du in Ä1 bei 5.626,91 Euro und als Facharzt bei 7.426,63 Euro (Anlage B1, Stand Februar 2025). Die Unterschiede zwischen beiden Verträgen sind im Grundgehalt gering.
Ein Punkt fällt in der Dermatologie zugunsten der Work-Life-Balance aus: Nacht- und Wochenenddienste sind seltener als in operativen oder notfallnahen Fächern. Das senkt jedoch auch die Zuschläge, die dein Monatsbrutto in anderen Fächern erhöhen.
Was verdient ein Hautarzt in eigener Praxis?
Für Praxen im Fachgebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten weist das Statistische Bundesamt einen durchschnittlichen Reinertrag von 335.000 Euro je Praxis aus. Im Median sind es 235.000 Euro. Beide Werte beziehen sich auf das Erhebungsjahr 2023.
Der Reinertrag ist dabei der Praxisgewinn vor Steuern und privater Altersvorsorge. Er ist nicht dein persönliches Nettoeinkommen. Von den 235.000 Euro gehen also noch Einkommensteuer, Kranken- und Altersvorsorge sowie Investitionen ab.
Die Niederlassung ist in der Dermatologie besonders verbreitet. Ein Grund ist die gute Planbarkeit, ein zweiter der hohe Anteil ambulanter Leistungen. Wie sich Anstellung und eigene Praxis wirtschaftlich unterscheiden, rechnet unser Artikel zum Gehalt als Hausarzt mit eigener Praxis am Beispiel der Allgemeinmedizin vor.
Warum die Dermatologie den höchsten Privatanteil hat
Hautarztpraxen erwirtschafteten 2023 mehr als die Hälfte ihrer Gesamteinnahmen aus Privatabrechnung, genau 52,3 Prozent. Kein anderes ärztliches Fachgebiet erreicht diesen Wert. Zum Vergleich: In der Allgemeinmedizin sind es 12,8 Prozent.
Der Grund liegt im Leistungsspektrum. Viele dermatologische Leistungen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur eingeschränkt. Dazu zählen ästhetische Behandlungen, Lasertherapien und ein Teil der Hautkrebsvorsorge. Diese Leistungen rechnest du privat ab.
Für dein Dermatologe Gehalt in der Niederlassung heißt das zweierlei. Die Verdienstchance ist hoch, weil du weniger stark von der Budgetierung der Kassenabrechnung abhängst. Gleichzeitig hängt der Ertrag stärker an Standort und Patientenstruktur, denn Selbstzahlerleistungen funktionieren nicht überall gleich gut.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Dermatologen?
Die Weiterbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten dauert mindestens 60 Monate, also fünf Jahre in Vollzeit. Davon musst du 12 Monate in der stationären Akutversorgung ableisten.
Nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer darfst du außerdem bis zu 12 Monate in anderen Gebieten absolvieren, um Kompetenzen zu erwerben. Die Umsetzung regeln die Landesärztekammern jeweils eigenständig.
Während der Weiterbildung wirst du nach Ä1 vergütet. Mit dem Facharzttitel steigst du in Ä2 auf. Das sind rund 1.800 Euro brutto mehr im Monat.
Dermatologe Gehalt im Vergleich zu anderen Fächern
Angestellt gibt es keinen Unterschied. Der Grundtarif des TV-Ärzte gilt fachunabhängig, ein Dermatologe und ein Radiologe in derselben Stufe verdienen gleich viel. Sichtbar wird der Unterschied erst bei der Niederlassung.
Beim Praxis-Reinertrag liegt die Dermatologie mit 335.000 Euro im oberen Mittelfeld. Deutlich darüber liegen die Augenheilkunde mit 561.000 Euro und die Radiologie mit 1.187.000 Euro je Praxis. In der Radiologie gehen davon jedoch hohe Gerätekosten ab.
Tariflich startest du in der Klinik bei 5.609,85 Euro brutto im Monat (TV-Ärzte VKA, Ä1, Stand 08/2025). Als Facharzt sind es 7.404,11 Euro, als Oberarzt 9.274,08 Euro. Zuschläge und Dienste kommen dazu.
Das Statistische Bundesamt weist für Praxen im Fachgebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten 335.000 Euro Reinertrag je Praxis im Durchschnitt aus, im Median 235.000 Euro (Erhebungsjahr 2023). Der Reinertrag ist der Praxisgewinn vor Steuern und privater Vorsorge, nicht dein Nettoeinkommen.
Wegen des Privatanteils. Hautarztpraxen erzielten 2023 rund 52,3 Prozent ihrer Einnahmen aus Privatabrechnung, den höchsten Wert aller ärztlichen Fachgebiete. Ästhetische Leistungen und Lasertherapien werden privat abgerechnet.
Mindestens 60 Monate, davon 12 Monate in der stationären Akutversorgung. Bis zu 12 Monate sind zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten möglich.
Einen Gesamtüberblick über alle Arzt-Gehälter nach Fachrichtung und Karrierestufe findest du in unserem Facharzt Gehalt Ratgeber. Was der Schritt auf die Oberarztebene bringt, steht im Artikel zum Oberarzt Gehalt.
Vor der Facharztwahl steht jedoch der Studienplatz. Falls es in Deutschland nicht klappt, ist ein Medizinstudium im EU-Ausland ein regulärer Weg mit voller Anerkennung nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EG. In einem kostenlosen Beratungsgespräch klären wir mit dir, ob dieser Weg für dich passt.

