☝️ Das Wichtigste in Kürze
- Das Durchschnittsgehalt eines Facharztes/einer Fachärztin für Chirurgie liegt bei etwa 7.000 € bis 9.000 € brutto pro Monat bzw. 84.000 € bis 108.000 € brutto im Jahr.
- Als angestellte/r Chirurg/-in zum Berufseinstieg verdienst du zwischen 6.200 Euro und 8.000 Euro brutto monatlich.
- In einer eigenen Praxis als selbstständige/r Chirurg/-in sind bis zu 27.000 Euro brutto monatlich möglich.
- Dein Gehalt als Chirurg/-in variiert je nach Bundesland, wobei Baden-Württemberg mit 9.097 € und Bayern mit 8.877 € zu den Spitzenverdienern zählen.
📖 Inhaltsverzeichnis
Als Chirurg/-in in Deutschland kannst du mit einem attraktiven Gehalt rechnen. Dein Verdienst hängt dabei von verschiedenen Einflussgrößen ab, wie deiner Berufserfahrung, dem Alter, dem Bundesland und ob Tarifverträge zur Anwendung kommen. Chirurgen/-innen sind Fachärzte/-innen für Chirurgie, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Rehabilitation chirurgischer Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen beschäftigen. Im Durchschnitt verdienst du als Chirurg/-in ein mittleres monatliches Bruttogehalt in Vollzeit zwischen 7.000 Euro und 9.000 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Chirurg Gehalt liegt im Durchschnitt bei rund 8.688 € brutto im Monat, was einem Jahresgehalt von etwa 104.000 € entspricht.
- Angestellt richtet sich der Verdienst nach Tarif: Fachärzte (Ä2) erhalten nach TV-Ärzte VKA (Stand August 2025) zwischen 7.404,11 € und 9.508,74 € im Monat, an Unikliniken (TdL) ähnlich viel.
- Beim Berufseinstieg als Facharzt für Chirurgie sind rund 6.200 bis 8.000 € brutto im Monat üblich, mit Zuschlägen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste.
- Mit eigener Praxis lag der durchschnittliche Reinertrag der Gruppe Chirurgie/MKG laut Destatis bei rund 286.000 € im Jahr (Erhebungsjahr 2023, Praxisgewinn vor Steuern).
- Als Chefarzt sind außertariflich je nach Klinik und Liquidationsrecht rund 150.000 bis 400.000 € im Jahr möglich.
Einstiegsgehalt und Verdienstmöglichkeiten
Als angehende/r Chirurg/-in startest du nach deiner Facharztweiterbildung mit einem attraktiven Einstiegsgehalt von circa 6.200 bis 8.000 Euro brutto im Monat. Dieses Einkommen entspricht dem Verdienst anderer Fachärzte, die nach Tarifvertrag bezahlt werden. Je nach Nachfrage und Verhandlungsgeschick sind jedoch auch überdurchschnittliche Gehälter möglich. Zusätzlich erhältst du als Chirurg/-in Zuschläge für Nachtdienste, Wochenendarbeit und Feiertagsschichten, die dein Einkommen weiter aufbessern.
Durchschnittliches Gehalt eines Chirurgen/-in
Im Durchschnitt verdienen Fachärzte/-innen für Chirurgie in Deutschland 8.688 Euro brutto monatlich, was einem Jahresgehalt von 104.256 Euro entspricht. Doch auch als Berufseinsteiger/-in bist du mit einem Einstiegsgehalt von rund 74.400 Euro pro Jahr dabei. Mit zunehmender Berufserfahrung und Qualifikation steigert sich dein Einkommen kontinuierlich.
Einfluss von Berufserfahrung und Qualifikation auf das Gehalt
Deine Berufserfahrung und Qualifikation spielen eine entscheidende Rolle für dein Gehalt als Chirurg/-in. Nach der Facharztweiterbildung startest du als Assistenzarzt/-ärztin und spezialisierst dich weiter zum Facharzt für Chirurgie. Mit den Jahren sammelst du wertvolle Erfahrungen und übernimmst mehr Verantwortung, was sich positiv auf dein Einkommen auswirkt. Folgende Tabelle zeigt die Gehaltsentwicklung in Abhängigkeit von Berufserfahrung und Position:
| Berufserfahrung / Position | Brutto-Monatsgehalt |
| Assistenzarzt/-ärztin Einstieg (Ä1 Stufe 1, Stand 2025) | 5.609 bis 5.627 € |
| Assistenzarzt/-ärztin nach 6 Jahren | 6.350 bis 6.700 € |
| Facharzt/-ärztin Einstieg | 6.200 bis 6.500 € |
| Facharzt/-ärztin nach 6 Jahren | 7.050 bis 7.400 € |
| Oberarzt/-ärztin | 7.650 bis 8.500 € |
| Leitende/r Oberarzt/-ärztin | 9.300 bis 10.900 € |
Der lange Ausbildungsweg lohnt sich also, denn Chirurgen/-innen zählen zu den Top-Verdienern unter den Ärzten in Deutschland.
Gehalt nach Art der Einrichtung
Als angestellte/-r Chirurg/-in in Deutschland wirst du nach einem Tarifvertrag bezahlt. Die Höhe deines Gehalts hängt dabei von der Art der Einrichtung ab, in der du tätig bist. In Unikliniken, kommunalen Krankenhäusern und privaten Klinikkonzernen gelten jeweils eigene Tarifverträge, die das Gehalt regeln.
Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL)
In Universitätskliniken, auch als Unikliniken bekannt, gilt der Tarifvertrag für Ärzte/-innen der Länder (TV-Ärzte TdL). Die folgende Tabelle zeigt die Einstiegsgehälter nach Anlage B1, Stand Februar 2025 (Quelle: Marburger Bund, TV-Ärzte TdL):
| Entgeltgruppe | Monatliches Bruttogehalt |
| Ä1 Assistenzarzt/-ärztin (Stufe 1) | 5.626,91 € |
| Ä1 Assistenzarzt/-ärztin (Stufe 6) | 7.222,97 € |
| Ä2 Facharzt/-ärztin (Stufe 1) | 7.426,63 € |
| Ä2 Facharzt/-ärztin (Stufe 6) | 9.302,27 € |
| Ä3 Oberarzt/-ärztin (Stufe 1) | 9.302,27 € |
| Ä3 Oberarzt/-ärztin (Stufe 3) | 10.631,15 € |
Kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA)
Kommunale Krankenhäuser und Kliniken richten sich nach dem Tarifvertrag für Ärzte/-innen an kommunalen Krankenhäusern (TV-Ärzte VKA). Die Werte gelten ab August 2025 (Quelle: Marburger Bund, TV-Ärzte VKA):
| Entgeltgruppe | Monatliches Bruttogehalt |
| Ä1 Assistenzarzt/-ärztin (Stufe 1) | 5.609,85 € |
| Ä1 Assistenzarzt/-ärztin (Stufe 6) | 7.211,07 € |
| Ä2 Facharzt/-ärztin (Stufe 1) | 7.404,11 € |
| Ä2 Facharzt/-ärztin (Stufe 6) | 9.508,74 € |
| Ä3 Oberarzt/-ärztin (Stufe 1) | 9.274,08 € |
| Ä3 Oberarzt/-ärztin (Stufe 3) | 10.598,97 € |
Private Klinikkonzerne
In privaten Klinikkonzernen wie Asklepios oder Helios gelten häufig eigene Tarifverträge. Als Berufseinsteiger/-in in der Chirurgie kannst du hier mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 5.430 € rechnen.
Unabhängig von der Art der Einrichtung steigt dein Gehalt als Chirurg/-in mit zunehmender Berufserfahrung und Qualifikation. Sobald du als Facharzt/-ärztin (Ä2) angestellt bist, erhöht sich deine Vergütung je nach Tarifstufe weiter. Gemäß TV-Ärzte VKA (Stand August 2025) liegt die Spanne von 7.404,11 € (Stufe 1) bis 9.508,74 € (Stufe 6) im Monat.
Gehalt bei Chirurgen: Die regionalen Unterschiede
Das Gehalt von Chirurgen/-innen variiert in Deutschland je nach Bundesland und Region erheblich. Diese regionalen Unterschiede sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie beispielsweise die Lebenshaltungskosten, die Anzahl der verfügbaren Stellen und die Nachfrage nach chirurgischen Leistungen in der jeweiligen Region.
In den südlichen Bundesländern, insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern, verdienen Chirurgen/-innen tendenziell mehr als in anderen Teilen Deutschlands. Hier liegt das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt für Assistenzärzte/-innen bei 5.920 Euro (71.040 Euro jährlich) und für Fachärzte/-innen bei 8.031 Euro (96.372 Euro jährlich). Im Gegensatz dazu sind die Gehälter in den östlichen Bundesländern, wie Mecklenburg-Vorpommern, oft niedriger. Assistenzärzte/-innen verdienen hier im Durchschnitt 4.216 Euro brutto pro Monat (50.592 Euro jährlich), während Fachärzte/-innen etwa 5.719 Euro (70.920 Euro jährlich) erhalten.
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen monatlichen Bruttogehälter für Chirurgen/-innen in ausgewählten Bundesländern:
| Bundesland | Facharzt/-ärztin |
| Baden-Württemberg | 8.031 € |
| Bayern | 7.895 € |
| Nordrhein-Westfalen | 7.642 € |
| Berlin | 7.093 € |
| Sachsen | 6.543 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5.719 € |
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen Durchschnittswerte darstellen und das tatsächliche Gehalt eines Chirurgen/-in je nach Erfahrung, Spezialisierung und Arbeitgeber variieren kann. Nichtsdestotrotz verdeutlichen diese regionalen Unterschiede, dass der Arbeitsort in Deutschland einen erheblichen Einfluss auf das Verdienstpotenzial in der Chirurgie hat.

In Baden-Württemberg verdienen Chirurgen am meisten, dicht gefolgt vom Freistaat Bayern.
Chirurg Gehalt: Einfluss von Alter und Geschlecht
Das Einkommen eines Chirurgen oder einer Chirurgin hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter auch das Alter und das Geschlecht. Im Laufe der Karriere entwickelt sich das Gehalt unterschiedlich und es können geschlechtsspezifische Unterschiede auftreten. Das Alter spielt bei der Gehaltsentwicklung eine wichtige Rolle. Chirurgen/-innen bis 25 Jahre verdienen im Durchschnitt 6.620 Euro brutto im Monat. Zwischen 25 und 54 Jahren liegt das durchschnittliche Monatsbrutto bei 7.050 Euro. Ab 55 Jahren bleibt das Gehalt in der Regel stabil, sofern keine Beförderung zum Oberarzt/-ärztin oder Chefarzt/-ärztin erfolgt.
Gender-Pay-Gap in der Chirurgie
Geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede, der sogenannte Gender-Pay-Gap, können auch im medizinischen Bereich auftreten. Allerdings ist dieser in der Chirurgie weniger ausgeprägt als in anderen Branchen. Männliche und weibliche Chirurgen/-innen erzielen im Durchschnitt ein monatliches Bruttogehalt von 8.688 Euro.
| Alter | Durchschnittliches Monatsbrutto |
| bis 25 Jahre | 6.620 Euro |
| 25-54 Jahre | 7.050 Euro |
| ab 55 Jahre | 7.050 Euro (ohne Beförderung) |
Während in anderen Ländern wie der Schweiz ein Gender-Pay-Gap von etwa 19% im medizinischen Bereich besteht, verdienen männliche und weibliche Chirurgen/-innen in Deutschland im Durchschnitt gleich viel. Dennoch kann es individuelle Unterschiede geben, die von verschiedenen Faktoren wie Berufserfahrung, Spezialisierung und Verhandlungsgeschick abhängen. Die Gehaltsaussichten bei beiden Geschlechtern ist allerdings gut.
Vergleich des Chirurg Gehalts mit anderen Facharztrichtungen
Als Chirurg/-in verdienst du im Vergleich zu anderen medizinischen Fachrichtungen überdurchschnittlich gut. Gegenüber Fachärzten/-innen der Inneren Medizin schneidest du in puncto Vergütung häufig besser ab.
Doch es gibt einige Facharztrichtungen, die noch lukrativer sein können. Spitzenreiter sind beispielsweise Radiologen/-innen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von rund 117.000 Euro brutto. Auch in der Augenheilkunde (circa 117.000 Euro p.a.) und Dermatologie (etwa 116.000 Euro p.a.) lassen sich hohe Gehälter erzielen.
| Facharztrichtung | Brutto-Monatsgehalt (Ä2, Tarif 2025, inkl. Dienste) |
| Radiologie | 7.000 bis 9.500 € |
| Augenheilkunde | 7.000 bis 9.500 € |
| Dermatologie | 6.800 bis 9.000 € |
| Orthopädie | 7.000 bis 9.000 € |
| Zahnmedizin | 5.580 € |
Obwohl du als Chirurg/-in zu den Top-Verdienern zählst, bist du in guter Gesellschaft mit anderen medizinischen Fachrichtungen. Dein Gehalt hängt von deiner Spezialisierung, Berufserfahrung und dem Arbeitgeber ab. Mit der richtigen Karrierestrategie kannst du in der Chirurgie oder einer verwandten Fachrichtung wie der Unfallchirurgie ein ausgezeichnetes Einkommen erzielen.
Das Gehalt eines Chirurgen mit eigener Praxis
Chirurg/-innen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und eine eigene Praxis eröffnen, können ihr Einkommen deutlich steigern. Der Weg in die eigene Praxis erfordert eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Neben der fachlichen Qualifikation spielen betriebswirtschaftliche Kenntnisse und unternehmerisches Geschick eine wichtige Rolle. Die Praxisgründung ist mit erheblichen Investitionen verbunden, die sich jedoch langfristig auszahlen können.
Laut Destatis (Erhebungsjahr 2023, Kostenstruktur bei Arztpraxen) erzielen Praxen der Gruppe Chirurgie/MKG einen mittleren Reinertrag je Praxis von rund 286.000 Euro pro Jahr. Dieser Wert ist gruppenbasiert und mit Vorsicht zu interpretieren, da Chirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zusammengefasst werden. Die höchsten Reinerträge verzeichnet die Gruppe Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie mit rund 1.187.000 Euro pro Jahr, was den hohen Investitionsbedarf in Geräte und Infrastruktur dieser Fachrichtungen widerspiegelt.
Vergleichstabelle: Reinertrag je Praxis im Fachrichtungsvergleich
Die folgende Tabelle zeigt Mittelwerte des jährlichen Reinertrags je Praxis nach Fachrichtung. Quelle: Destatis, Kostenstruktur bei Arztpraxen, Erhebungsjahr 2023 (destatis.de). Wichtig: Der Reinertrag ist der Praxisgewinn vor Inhaber-Entnahme, kein Nettoeinkommen.
| Fachrichtung | Jährlicher Reinertrag je Praxis (Erhebungsjahr 2023) |
| Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie | ca. 1.187.000 € (Gruppe) |
| Augenheilkunde | ca. 561.000 € |
| Chirurgie/MKG (Gruppe, unsicher) | ca. 286.000 € |
| Kinder-/Jugendmedizin | ca. 277.000 € |
| Allgemeinmedizin | ca. 271.000 € |
Der hohe Wert der Radiologie-Gruppe erklärt sich durch den kapitalintensiven Betrieb: Geräte, Räume und Personal verursachen hohe Fixkosten, ermöglichen aber auch einen entsprechend hohen Umsatz. Der Chirurgie-Wert (Gruppe Chirurgie/MKG) gilt fachrichtungsübergreifend und kann in der Praxis je nach Spezialisierung deutlich variieren.
Der Schritt in die Selbstständigkeit bietet Chirurg/-innen die Möglichkeit, Arbeitsweise und Spezialisierung frei zu gestalten. Mit einer gut geführten Praxis und einem stabilen Patientenstamm können Chirurg/-innen ihre Expertise gezielt einsetzen.
Was ist der bestbezahlte Chirurg?
Als Chirurg/-in hast du gute Perspektiven, ein hohes Gehalt zu erzielen. Der Chefarzt ist typischerweise am höchsten vergütet: außertariflich, je nach Klinik und Liquidationsrecht, in einer Bandbreite von rund 150.000 bis 400.000 Euro im Jahr. Als leitender Oberarzt/-ärztin (Ä4) liegt dein Grundgehalt laut TV-Ärzte TdL Anlage B1 (Stand Februar 2025) zwischen 10.942,53 € in Stufe 1 und 12.347,33 € in Stufe 3.
Auch im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie sind die Verdienstmöglichkeiten besonders attraktiv. Als Chef- oder Oberarzt in einer Spezialklinik oder als selbstständige/r Chirurg/-in kannst du hier bis zu 20.700 Euro brutto monatlich erreichen. Insgesamt bietet die Chirurgie also hervorragende finanzielle Perspektiven für engagierte und qualifizierte Ärzte/-innen.
Entscheidend für dein Gehalt als Chirurg/-in sind letztlich deine Qualifikation, Berufserfahrung und die Art der Einrichtung, in der du tätig bist. Mit der richtigen Spezialisierung über die Allgemeinchirurgie hinaus kannst du jedoch in jedem Fall ein überdurchschnittlich hohes Einkommen erzielen und zu den Topverdienern im medizinischen Bereich gehören.
Einen Gesamtüberblick über alle Arzt-Gehälter nach Fachrichtung und Karrierestufe findest du in unserem Facharzt Gehalt Ratgeber.

